Angst

Angst

Meine Lieben

Vor einigen Tagen passiert. Ich war ganz relaxed in meinem Hängestuhl und höre, dass die Ziegen kommen. Also das volle Konzert von Zikaden und Ziegenglocken. Sofort wollte ich ein Foto machen und schaue in die Ferne zu den Ziegen und nicht vor mich auf den Boden.

Irgendetwas in mir sagte, dass ich auf den Boden schauen soll und zum Glück schaute ich, denn da lag sie die Sandviper und bewegte sich keinen Millimeter. Bis dato hatte ich keine Angst vor Schlangen, sehr wohl Respekt, vor allem weil es hier nur Sandvipern hat und die doch sehr giftig sind. Doch an diesem Tag ist mir echt das Adrenalin im Körper gefroren und ich konnte mich fast nicht mehr beruhigen.

Was war anders als sonst? Ich weiss ja, dass ich mein wundervolles Paradiso mit vielen Lebewesen teilen darf, unter anderem eben auch mit der Sandviper. Warum also diese extreme Reaktion. Dann wurde mir klar, dass ich in den letzten Tagen sooooo oft gehört habe Pass auf, pass auf diese Schlange ist so giftig und leg Schwefel aus und mach dieses und jenes…und vor allem pass auf!!!

Noch am nächsten Morgen steckte mir die Angst in den Knochen und ich wollte irgendwie nicht zum Kompost gehen… Irgendwann dachte ich ok, es gibt zwei Varianten, ich lebe wie bis anhin in friedlicher Koexistenz oder aber ich behalte die Angst. Es ist alleine meine Entscheidung.

Somit werde ich doch lieber in friedlicher Koexistenz leben als mein wundervolles Paradiso aufzugeben. Natürlich passe ich wieder besser auf und nehme immer die Taschenlampe in der Nacht, doch ich bin nicht mehr in Panik.

Denn es gibt ja auch diese wundervollen Momente eine Baby Gottesanbeterin auf meinen Fingern!

Leben im Paradies

Leben im Paradies

Meine Lieben

Das Leben in einem Wohnwagen, das Leben im Paradies… eigentlich wurde ich dazu genötigt! Ich hätte mir das NIE vorstellen können, auch wenn ich zwischendurch mit einem Tinyhouse liebäugelte.

Das Leben ist wirklich einfach mit wenigen Sachen, obwohl meine „vielen Sachen“ im Abstellraum vor sich hin warten. Was werde ich davon vermissen? Sicherlich meine schöne Harfe. Ansonsten bin ich wirklich begeistert, wieviel Platz ein Wohnwagen bietet und sehe auch wieviele Sachen wir nicht wirklich brauchen.

Klar, im Moment ist Frühling und es ist sicherlich einfacher wenn mir neben den knapp 19m2 noch so viel Olivengarten noch zur Verfügung steht. Aber ich denke auch im Winter ist es ok, da. Ich liebe die wundervolle Energie der Olivenbäume und obwohl ich gar keine Gärtnerin bin, gefällt es mir die Bäume zu pflegen, ist definitiv weniger intensiv als einen Gemüsegarten.

Ohne Internet und Handyempfang zu leben mag ein Traum vieler sein und sicherlich toll im Urlaub. Doch wenn man Arbeiten sollte (ich arbeite über Internet) und für Handwerker etc. pp erreichbar sein sollte, wäre es schon sehr gut wenn man wenigstens auf dem Handy erreichbar wäre.

Zum Glück habe ich von meiner Freundin viele Hörbücher bekommen, denn Abends ist es schon schön, wenn man alleine ist und etwas Unterhaltung hat. Doch hat diese Zeit auch gut getan, Gefühle zu fühlen, da ich dort weder Ablenkung durch Menschen noch durch Internet habe. Hallo Traurigkeit, da bist Du ja mal wieder…. hier der link zu einem vor einigen Jahren verfassten Gedicht. Immerhin lässt mich die Traurigkeit nicht mehr am Rande des Abgrundes taumeln und ich habe auch eine so tiefe Dankbarkeit in mir, dass ich dieses Paradies finden durfte.

Traurigkeit